Bochumer Nokia-Werk war hoch profitabel

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Das Werk in Bochum bescherte dem finnischen Handy-Hersteller laut einem Magazinbericht im vergangenen Jahr einen stattlichen Gewinn. Zudem gab es sogar Pläne, das Werk noch profitabler zu machen.

Wegen der geplanten Schließung des Werks in Bochum sieht sich Nokia mit heftiger Kritik konfrontiert – und die dürfte kaum nachlassen, da der Standort, wie das Wirtschaftsmagazin Capital berichtet, ordentlich Gewinn abwarf. Allein im vergangenen Jahr sollen es 134 Millionen Euro gewesen sein, also 90 000 Euro pro Mitarbeiter. Zudem verfügte man in Bochum offenbar über größere finanzielle Reserven – allein der Zinsgewinn soll Capital zufolge in der Nokia-Bilanz mit 70 Millionen Euro zu Buche geschlagen haben.

Dazu kommt: die Werksleitung hatte ein Konzept entwickelt, um die Produktion genauso lukrativ und effizient zu machen wie in Ungarn, obwohl dort pro Arbeitsstunde nur 6,90 Euro anfallen und in Deutschland 28,70 Euro. Dafür wären Investitionen in Höhe von 14 Millionen Euro notwendig gewesen, was angesichts der vorliegenden Zahlen machbar gewesen wäre. Zumal die Belegschaft laut Capital durch Überstunden und Wochenendarbeit die Produktion zwischen Juli und Dezember schon deutlich erhöht hatte und statt der geplanten 16,3 Millionen Geräte 18,7 Millionen fertigte. (dd)

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