Bewährungsauflagen für Microsoft verlängert

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Der gerichtsnotorische Softwaremonopolist wollte der lästigen Beaufsichtigung entkommen. Eine Bundesrichterin hat sie bis November 2009 verlängert.

Seit der Einigung im Kartellstreit im Jahr 2002 steht Microsoft unter Aufsicht der Behörden, um den Monopolisten zu ein wenig Wohlverhalten gegenüber der Konkurrenz anzuhalten. Eigentlich wäre diese Überwachung jetzt ausgelaufen, und Microsoft kämpfte auch vor Gericht darum. Eine Gruppe von zehn US-Staaten, darunter Kalifornien und New York, setzte sich jedoch für eine Verlängerung der Aufsicht ein.

Bundesrichterin Kollar-Kotelly stimmte den Staaten zu und verlängerte die Aufsichtsperiode um weitere 18 Monate. Sie erklärte zugleich, das sei ausdrücklich keine Strafe für den Konzern. Die Entscheidung habe sie getroffen, da Microsoft angeforderte technische Dokumente über Software-Lizenzbedingungen noch immer nicht herausgerückt hatte.

Deutlich mehr Ärger droht Microsoft durch die Europäische Union, die genauer hinsehen will, während die Bush-Regierung kartellrechtliche Maßnahmen in den USA sogar zu behindern suchte. Die Regulatoren der EU schoben inzwischen zwei kartellrechtliche Untersuchungen wg. Microsoft an.

(bk)

The Seatlle Times