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PC Professionell präsentiert:

Tuning-Tool PC-Booster 6
Große Klappe, nichts dahinter?

Tuning-Tools für Windows sprechen in erster Linie Privatnutzer an, die von lahmen PCs genervt sind. Mit Versprechungen wie “bis zu 90 Prozent schneller” wirbt PC Booster 6. Firmen-Anwender lassen sich nicht so leicht beirren – wir haben nachgetestet .

Macho-Sprüche auf der Packung

Tuning-Tool PC-Booster 6

PC Booster schreckt seriöse Kunden mit Macho-Sprüchen auf der Packung ab: “Ressourcen-Optimierung macht Ihren PC bis zu 90 % schneller” ist zu lesen. Doch während des Tests legt die Software noch einen drauf. Nach der PC-Analyse kündigt PC Booster an, dass der PC um 391 Prozent mehr Leistung liefern soll und um satte 420 Prozent schneller starten wird. Wir messen mit dem Open-Source-Mark (OSMARK) sowie dem anerkannten Anwendungs-Benchmark Content Creation Winstone (CCWS) die Leistung nach. Dazu durchläuft das Testsystem alle Messungen fünfmal, zuerst ohne das Tuning-Tool und dann nachdem wir mit Auto-Tuning den Rechner durch PC Booster optimieren ließen. Beides sind so genannte Anwendungs-Benchmarks, das heißt sie messen nicht den rohen Durchsatz von Festplatten oder die Rechen-Power der CPU, sondern starten gängige Programme wie Photoshop oder Premiere und bearbeiten Bilder oder codieren Filme. Das Ergebnis: PC Booster schafft keine messbare Leistungsverbesserung auf dem System. Die Benchmarks zeigen nur minimale Abweichungen im Bereich der Messtoleranz – spürbare Geschwindigkeits-Unterschiede Fehlanzeige.

Nur auf den ersten Blick ist die Auto-Tuning-Funktion sinnvoll; der PC wird aber nicht im Geringsten beschleunigt (Klick auf Bild gibt volle Ansicht).

Nächster Test: Beim Messen der Start- und Shutdown-Zeit stoppen wir die benötigte Bootzeit vom Drücken des Einschaltknopfs bis zur Betriebsbereitschaft. Entsprechend wird die Messung dreimal ohne Tuning gemacht und dreimal nach dem Optimieren durch PC Booster: Auch hier versagt das Tool auf ganzer Linie, der mit Test-Software überladene PC startet nach der Optimierung g genauso langsam wie vorher. Aber es gibt noch eine Chance: Im nächsten Test starten wir einfach 10 Programme (Gimp, Firefox, Google Earth, Windows Media Player, Openoffice Writer, Scribus, Joost, Perfmon, Thunderbird, Skype) automatisch per Batch-Datei. Dabei wird die benötigte Zeit gemessen.

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