VDSL: Wieder eine Niederlage für die Telekom

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Der Bonner Konzern muss den Wettbewerbern seine Kabel-Leerrohre zur Verfügung stellen, urteilte das Kölner Verwaltungsgericht.

Die Telekom wollte der Konkurrenz den Zugang verwehren, um ihnen nicht den Aufbau von eigenen Hochgeschwindigkeitsnetzen zu erleichtern. Daher stellte der Bonner Konzern selbst einen Eilantrag, um gegen eine entsprechende Anordnung der Bundesnetzagentur vorzugehen. Doch das Kölner Verwaltungsgericht winkte ab und gab der Behörde Recht.

“Jetzt besteht die Chance, mehr Investitionen zum Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur anzustoßen”, freute sich der Präsident der Behörde, Matthias Kurth, über das Gerichtsurteil.

Der Streit über die Nutzung des Hochgeschwindigkeitsnetzes (VDSL) zieht sich seit Monaten. Über das Netz, welches die Telekom für 3 Milliarden Euro bis Jahresende in 50 großen deutschen Städten aufbaut, sollen neue Produkte wie hochauflösendes Fernsehen Marktanteile zurückgewinnen. Die Wettbewerber fordern einen Zugang zum Glasfasernetz des Branchenriesen. (rm)

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