Abgegraben: Neuer Algorithmus verärgert die Digg-er

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Gestern blieb die Community-Site am lichten Tag eine Stunde offline. Nicht so schlimm. Schlimmer dagegen die unangekündigten Änderungen. Effekt: Massenprotest.

Vor allem der neue Algorithmus, der kontrolliert, wann welche Story auf die Startseite “befördert” wird, erzürnt die Gemeinde. Jene probt nun die Mini-Revolution und versucht es mit Boykott und offenen Briefen.
Front machen vor allem die Top-Diggers, die selber jeweils über 1.000 Beiträge lieferten und gemeinsam über 10 Prozent des Materials stellen, mit dem Digg seine Startseite füttert. Zum Beispiel Muhammad Saleem (aka msaleem), der es bislang 1.201 mal auf die Startseite geschafft haben soll, behauptet, dass es nun fast doppelt so lange dauere, bis es eines seiner Fundstücke auf den “Titel” schaffe. Bislang hätten 110 bis 130 Stimmen (aka Diggs) der Community gereicht, um ganz vorne zu landen. Nun seien über 200 erforderlich. Für die Veteranen, denn bei Digg-Anfängern reichen  schon etwa 40 Diggs für die Titelseite.
Schon vor der Änderung regten sich namhafte Digger darüber auf, dass die Story-Auswahl der Site untransparent und einseitig sei. So hätten kritische Beiträge kaum eine Überlebenschance mehr. Es geht sogar das Gerücht um von einer Gräber-Brigade, welche gezielt mit ihren Gegen-Stimmen (aka Buries) unerwünschte Beiträge versenkt. (rm)

Valleywag

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