Panik in Redmond: MS gibt Gas mit Windows 7

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Der Vista-Ablöser war eigentlich für irgendwann im Jahr 2010 oder Jahre später erwartet worden. Einer kürzlich veröffentlichten Roadmap zufolge soll er jedoch schon nächstes Jahr Windows Vista vergessen machen, das niemand so richtig begeistern konnte.

Glaubhaft wird diese Zeitplanung Berichten zufolge durch insgesamt drei „Milestone“-Builds, die noch für das Jahr 2008 geplant seien. Mit M1 soll das erste bereits an wichtige Partner zwecks Code-Validierung geliefert worden sein. M2 soll April / Mai folgen und M3 im dritten Quartal 2008. Weitere Daten für Milestones, Betas oder Release Candidates wurden nicht bekannt bis auf das RTM-Datum, das auf das zweite Halbjahr 2009 vorgezogen wurde.

Wenn Windows 7 tatsächlich in der zweiten Jahreshälfte 2009 kommt, dann ergibt das einen Abstand von drei Jahren zum RTM-Datum von Windows Vista im November 2006. Vista kam lange fünf Jahre nach XP, ohne die wirklich erwarteten Neuerungen zu bringen.

Mit Windows 7 soll erklärtermaßen das letzte 32-Bit-OS aus Redmond auslaufen. Milestone 1 wurde in Versionen für 32-Bit und 64-Bit ausgeliefert.

Das dümpelnde Kreuzfahrtschiff MS Redmond scheint die Turbinen anlaufen zu lassen und hektisch Fahrt aufzunehmen. Das alte Personal wird laufend ausgemustert, und die neuen Fuhrleute kommen sogar von ganz anderen Dampfern. Es erzeugt offenbar zunehmenden Druck, dass der Aktienkurs seit 2000 nur so vor sich hin dümpelt, während Konkurrenten vorbeizogen und längst hinter dem Horizont verschwanden.

Die Linux-Flotte und Apple haben Microsoft zwar noch keine wesentlichen Marktanteile abgenommen, sich mit ihrem schnelleren Innovationszyklus aber einen guten technischen Vorsprung geholt und bieten insbesondere mehr Sicherheit. Und sie werden ihre Fahrt ebenfalls nicht verlangsamen.

(bk)

APC Mag

Inquirer UK