AT&T will mehr Überwachung

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Das mit dem P2P-Filesharing lässt AT&T-CEO Randall Stephenson einfach keine Ruhe, selbst wenn die Konkurrenz von Comcast wegen der Behinderung des Web-Traffics ins Visier der Aufsichtsbehörden geraten ist.

“Das ist so, als sei man in einem Laden und beobachte jemanden beim Stehlen einer DVD. Würden Sie da nicht eingreifen?”, fragte Stephenson rhetorisch auf dem World Economic Forum in Davos, wo ihn allerdings niemand darauf hinwies, dass die meisten Staaten nicht mit Telefonüberwachung auf Ladendiebstahl reagieren.

Allerdings dürfte es AT&T wohl auch kaum darum gehen, das Urheberrecht zu schützen, sondern eher darum, den Traffic in den eigenen Netzen zu reduzieren, für den Stephenson vor allem Filesharing verantwortlich macht. Auch das großzügige Eingeständnis, dass P2P-Netzwerke auch ihre Vorzüge hätten, kann da kaum davon ablenken, dass AT&T nach den Ankündigungen auf der CES offenbar vorhat, eine Kampagne zum Monitoring des Internet-Traffics zu starten – der Gewinn ist halt allemal wichtiger als der Datenschutz. [gk]

SiliconValley / AP