Microsoft kauft Virtualisierungs-Unternehmen

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Mit der Übernahme von Calista und einer Änderung von Lizenzbestimmungen zu Hyper-V will der Softwareriese sein Virtualisierungs-Geschäft stärken.

Gestern gab Microsoft bekannt, die Firma Calista Technologies kaufen zu wollen, die Nachrichtenagentur Reuters berichtete dies nur eine Minute nach der Bekanntgabe durch Microsoft. Das Unternehmen aus dem Silicon Valley offeriert Virtualisierungs-Technik für Thin-Client-Architekturen, di en Betrieb kompletter Desktop-Umgebungen auf einem Server ermöglichen. Die Nutzerführung läuft allerdings nicht, wie bei vielen Virtualisierungsprodukten, auf dem Client, sondern wird samt Bedienerführung vom Netz an den dünnen Client gestreamt.

Dir Firma Calista ist erst zwei Jahre alt, und da hier nicht so viele festgefahrene Strukturen wie in älteren Unternehmen sind, will Microsoft die Übernahme und Integrierung in nur 45 Tagen schaffen. Alle 35 Arbeitnehmer sind künftig Microsoft-Angestellte,

Passend dazu hat Microsoft mit dem größten Anbieter von dünnen Clients (Citrix) einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, um die Zuammenarbeit der MS- und Citrix-Produkte sicherzustellen Für Citrix war es sicherlich nicht leicht, dem zuzustimmen: Noch im August 2007 hatte man selbst einen Virtualisierungs- Spezialisten (XenSource) für 500 Millionen Dollar erworben.

Neben diesen zwei Aktionen legt Microsoft noch eins drauf in seinen Virtualisierungs-Schritten: Der Microsoft-Hypervisor Hyper-V, der im zweiten Halbjahr fertig sein soll, bekommt neue Lizenzbestimmungen. Die Lizenzgebühren für den Betrieb von Windows in virtualisierten Thin Client-Umgebungen werden gesenkt. So soll pro Instanz und pro Jahr nur noch ein Preis von 23 US-Dollars fällig sein – ein Drittel der bisherigen Gebühren.

Die Technik, die ursprünglich für Windows Server gedacht war, wird nun bald auch für Desktops bereitstehen, versichert Microsoft außerdem. (mk)

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