“Dynamics Entrepeneur”: Unternehmens-Software für Kleinunternehmer

ERPSoftware

Microsoft hat eine Light-Version der großen ERP-Software Navision gezimmert: Dynamics Entrepeneur für maximal 5 Mitarbeiter gleichzeitig und bis zu 50 User kostet unter 1000 Euro.

Auch kleine Unternehmen sollen in den Genuss einer ERP-Software kommen, dachte sich das Microsoft-Produktmanagement mit Blick auf den riesigen Markt mittlerer und kleiner Firmen. Das Ergebnis heißt “Dynamics Entrepeneur” und bietet die wichtigsten Funktionen des großen Bruders Navision.

Anders als die Version für große Unternehmen will Microsoft mit der kleinen Variante auch das Volumengeschäft angehen: Neben VADs (Value Added Disributors) soll auch der “ganz normale Handel” die Software verkaufen. Preis pro Nutzer: 895 Euro. Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern werden angesprochen, das in der Branche schon “Navision light” getaufte System kann aber nur mit höchstens fünf Anwendern gleichzeitig genutzt werden.

Diese sollen mit der Software in den Bereichen Materialeinkauf, Vertrieb, Rechnungsstellung oder CRM arbeiten. Finanzbuchhaltung mit Erzeugen von Monatsabschlüssen und Finanzreportings ist integriert. Reports über Lagerbestände und nötige Nachbestellungen erfolgen automatisch, wenn es nötig ist.

Das CRM-Modul ist nicht so leistungsfähig wie eine Standalone-CRM-Software, verwaltet aber Kundendaten und Aktionen des Kunden (Einkäufe, Bestellungen, gewährte Rabatte). Als weitere Funktionen nennt Microsoft Kalkulationen, Konten- sowie Währungsabgleich und mehr.

Man peile in Deutschland einen Markt von über 2 Millionen Kleinunternehnmern an, erklärt Microsoft, man denke aber an eine Kernzielgruppe von 300.000 Unternehmen mit durchschnittlich 15 Mitarbeitern. Da diese kleinen Firmen große Umsätze generieren, will sich Microsoft mit Hilfe der Systemhäuser (VADs) ein Stück vom Kuchen abschneiden. In eine “Partnerbroschüre” (als PDF hier) erklärt man diesen Systemhäusern, was die Software zu bieten hat. Zwar wird die Software auch über den regulären Handel verkauft, doch ob man hier bei der Preisempfehlung von 895 Euro pro Nutzer hohe Stückzahlen absetzen kann, ist fraglich – auch wenn der Preis für ein ERP-System vergleichsweise günstig ist. (mk)

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