DRM: Den Datensammlern eins auf die Pfote …

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… will die kanadische Datenschutzbeauftragte geben und führt Sonys Rootkit als Beispiel dafür auf, wie DRM zur illegalen Informationsgewinnung genutzt wird.

In einem Offenen Brief hat sich Privacy Commissioner Jennifer Stoddart an den kanadischen Wirtschaftsminister gewandt und ihn aufgefordert, bei der anstehenden Urheberrechts- Reform keine Gnade mit DRM-Systemen zu zeigen, die sich auf Rechnern nach Informationen über den User umsehen und sie an ihren Herrn und Meister senden. Als Negativbeispiel wird explizit das Sony-Rootkit genannt.

Der Hintergrund für Stoddarts Aktion: Nach den kanadischen Gesetzesplänen soll es selbst dann illegal sein, ein DRM zu umgehen, wenn die betroffenen User Einwände gegen das Datensammeln erheben. Der Datenschutz wäre damit praktisch abgeschrieben, wenn man eine CD mit einem DRM à la Sony erwischt.

Dass er mit seinen Plänen übers Ziel hinausgeschossen ist, scheint der zuständige Minister immerhin inzwischen zu ahnen: Das Gesetz, das eigentlich Ende letzten Jahres vorgelegt werden sollte, liegt einstweilen auf Eis. [gk]

Ars Technica