AMD-Zahlen: Schlecht, aber besser als erwartet

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So ungerecht kann die Börsenwelt sein: Intel macht einen Rekordgewinn und wird mit Kursverlusten bestraft, AMD schreibt Miese und steigert den Aktienwert.

Das erinnert irgendwie an Schulzeiten: Wenn der Klassenbeste mal keine Eins schreibt, gilt er gleich als Versager; der Versetzungsgefährdete dagegen wird gelobt, wenn er ausnahmsweise keinen Fünfer abliefert.

Und in der Tat hatten die Börsenanalysten nur lobende Worte für das AMD-Ergebnis im vierten Quartal 2007: Zwar hat AMD in diesem Zeitraum einen satten Verlust von 1,77 Milliarden Dollar eingefahren, aber honoriert wird zum einen, dass diese Summe niedriger ausgefallen ist als erwartet, und zum anderen wird das Management für seine Anstregungen gelobt, die Kosten zu senken und den Marktanteil zu halten.

Das führte nach Bekanntgabe der Zahlen zu einer Kurssteigerung von mehr als 4 Prozent, die allerdings auch von dem festen Willen des Aktienmarktes getragen ist, den AMD-Versicherungen zu glauben, dass jetzt alle Probleme bei den neuen Chips beseitigt sind – da wird man mehr wissen, wenn in zwei bis drei Wochen die ersten Muster ausgeliefert werden. [gk]