Spielebranche geht in die Lobby

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Sie wollen endlich auch eine erwachsene Branche sein. Und das heißt in den USA, Schecks für Politiker und ihre Wahlkampagnen zu schreiben.

In der Entertainment Software Association versammeln sich die wichtigsten Videospieleproduzenten, darunter EA, Nintendo, Sony, Microsoft und Walt Disney Company. Sie verkündete jetzt offiziell die Gründes eines political action committee (PAC), das zur Verteilung von Geldern an Politiker dient. Michael D. Gallagher, CEO des Lobbybundes: „Wir werden zum Ende des Quartals damit beginnen, Schecks für die Kampagnen auszustellen. Das ist ein wichtiger Schritt für den politischen Reifungsprozess der Branche, den wir jetzt zu gehen bereit sind. Es geht darum, die Champions für die Games Industry auf dem Capitol Hill zu identifizieren und zu unterstützen, damit sie uns unterstützen.“

Richtig große Summen wurden dabei nicht genannt, aber darum gehe es auch gar nicht. Es gehe erst einmal nur darum, die Politiker wissen zu lassen, dass „wir hinter ihnen stehen“. Das konkrete Ziel bestehe darin, gegen Bemühungen der Gesetzgeber anzugehen, Spiele stärker zu regulieren als Bücher, Filme und andere Medien. Dazu sollen in diesem Wahljahr die über 100.000 Gamer mobilisiert werden, die sich dem Video Game Voters Network des Verbandes angeschlossen haben.

(bk)

New York Times