Lebenslanges Messeverbot für CES-Scherzkeks?

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Die gemeinen Bildschirm-Abschalter unserer Schwesterpublikation Gizmodo bekommen die geballte Humorlosigkeit der Messeveranstalter zu spüren.

Richard Blakeley hatte eine umgebaute Fernbedienung eingesetzt, um reihenweise Displays und Videowände der Aussteller auszuschalten. Dem fielen verschiedene Live-Präsentationen und sogar eine Presseveranstaltung zum Opfer. Der Blogger wurde für diesen Gadget-Einsatz eine lebenslange Buße angedroht, indem ihm für immer der Zutritt zur weltgrößten Gadgetmesse in Las Vegas verwehrt werden soll.

Brian Lam, Redakteur der US-Site, versuchte mit einem defensiven Artikel Schlimmeres zu verhüten: „Unser Streich ist eine Hommage an die Idee von Unabhängigkeit und unabhängiger Berichterstattung.“

Das kam mancherorts erst recht nicht gut an. Journalisten und Blogger befürchten, wegen der aufsehenerregenden Aktion in Zukunft stärker in ihrer Arbeit behindert zu werden. Ein Schreiber der Los Angeles Times polterte: „Es ist einfach mies, dass Gizmodo sich in einem seiner vielen Postings von der CES dafür entschied, eine Fernbedienung statt des Gehirns einzusetzen.“

Das lebenslange Messeverbot wurde inzwischen dementiert. Die Veranstalter der CES hätten sich noch nicht endgültig entschieden, wie sie mit dem bösen Blogger und Gizmodo verfahren wollen.

(bk)

Gizmodo

Los Angeles Times