Ermittler filzen Samsungs Führungsetage

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Die Schmiergeldaffäre der südkoreanischen Konzerngruppe erreicht mit Hausdurchsuchungen einen neuen Höhepunkt.

Die Staatsanwaltschaft in Seoul schickte gestern ihre Beamten aus, um die Büroräume von Konzernchef Lee Kun-hee, die Räumlichkeiten des Vize-Chefs Lee Hak-soo und die Wohnungen von sieben Führungskräften zu durchstöbern, berichtet die Financial Times.

Samsung und seine 60 Firmenableger steuerten mit umgerechnet 110 Milliarden Euro ein Sechstel zum Bruttoinlandsprodukt des kleinen Landes bei. Doch der nationale Champion und Symbol für die südkoreanische Wirtschaftskraft steht seit Monaten im Mittelpunkt schwerwiegender Korruptionsvorwürfe.

Das Unternehmen wird verdächtigt, à la Siemens einen Schmiergeldfonds im Volumen von über 200 Milliarden Won (etwa 150 Millionen Euro) angelegt zu haben. Aus den schwarzen Kassen soll fleißig Geld an Staatsbeamte, Journalisten und auch die Staatsanwaltschaft geflossen sein. Ergänzend gibt es schwere Vorwürfe von Bilanzbetrug. (rm)

Bild: Samsung

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