Mehr Jugendschutz bei MySpace

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Nach zweijährigen Verhandlungen haben sich MySpace und 49 US-Bundesstaaten darauf geeignigt, dass das Social Network den Schutz seiner jugendlichen Nutzer verbessert.

Weil sich zuletzt die Hinweise häuften, dass Minderjährige MySapce-Nutzer gezielt von Erwachsenen belästigt wurden, geriet das Social Network ins Visier der Jugendschützer und musste jetzt einige Zugeständnisse machen. So wird man künftig Eltern die Möglichkeit bieten, ihren Kindern das Anlegen eines Profils zu verbieten. Zudem sind die Profile von Usern unter 16 Jahren nun privat und die Kontaktaufnahme von Nutzern über 18 Jahren kann blockiert werden. Auch können Erwachsene Minderjährige nur zu ihrer Freundesliste hinzufügen, wenn sie denselben Nachnamen haben oder die Mail-Adresse des Users besitzen

Eine Altersverifikation will MySpace allerdings nicht einführen, weshalb sich Texas als einziger Bundesstaat dem Abkommen verweigerte. Der Generalstaatsanwalt von Texas erklärte, man könne das Vorhaben nicht unterstützen, da man nicht glaube, einen wirksamen Jugendschutz ohne Altersverifikation umsetzen zu können. Andere sehen dagegen in der Altersverifikation selbst ein Risiko für die Kinder. So sagte Parry Aftab von Wiredsafety.org: »Für eine Altersverifikation benötigt man eine Datenbank mit den Kindern, und sobald man die hat, ist sie für Hacker angreifbar.« (dd)

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