Hama startet Rückruf von USB-Sticks

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Im November waren im Handel die ersten USB-Sticks aufgetaucht, die weniger Kapazität boten, als angegeben – und auch bezahlt wurden. Aus den vermeintlichen Einzelfällen wird nun doch ein größerer Fall: Hama ruft Sticks zurück.

Ein Computermagazin war es, das kurz vor Jahreswechsel die Flash-Speicher-Branche mit dem Vorwurf konfrontierte: In Ladengeschäften tauchten immer wieder USB-Speicher auf, die mehr Speicher vortäuschen als eigentlich eingebaut ist. Zunächst bei Aldi in der Schweiz, dann – passend zum Weihnachtskaufrausch – Sticks der Marke Bluemedia bei Real und jetzt finden sich manipulierte USB-Speicher der Hersteller Emtec und Hama auch bei Saturn und Mediamarkt.

Nicht nur, dass der Kunde beim Kauf für nicht erhaltene Speicherkapazität draufzahlt. Auch können beim Kopieren oder Verschieben von Files Daten verloren gehen, ohne dass dies gleich auffällt. Statt zwei oder vier GByte enthalten die Schummel-Sticks nur einen 1-GByte-Flash-Chip. Da dem Betriebssystem die volle Kapazität vorgegaukelt wird, kann es zu Schreibabbrüchen und Datenverlust kommen, wenn mehr als ein GByte kopiert wird.

Laut ct taten die deutschen Importeure dies als »Einzelfälle« ab. Doch nachdem auch im neuen Jahr etliche der Sticks in Läden auftauchten, kommt es jetzt zum ersten Rückruf: Hama will fehlerhafte Produkte mit seinem Logo aus den Läden nehmen lassen. »Leider mussten wir zu dem Schluss kommen, dass auch wir betrügerischen Machenschaften aufgesessen sind. Von einem unserer Hersteller wurden wir mit fehlerhaften USB-Sticks beliefert«, heißt es auf der Hama-Homepage. 2-, 4- und 8-GByte-Versionen des Sticks Hama FlashPen »Fancy« könnten fehlerhaft sein und werden zurückgenommen. Hama will »schnell und unbürokratisch für gleichwertigen Ersatz sorgen«. (tk/mk)
(Tomshardware pc-professionell.de)

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