Wird Siemens-Aufsichtsratschef Cromme die Entlastung seines Vorgängers torpedieren?

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Heinrich von Pierer als früherer Aufsichtsratschef soll wegen der die Schmiergeld-Affäre noch nicht entlastet werden, “bis die Sache geklärt ist”.

Die meisten Aktionäre tendieren dazu, ihren scheidenden Aufsichtsratschef zu entlasten. die Vertreter der Aktionäre im Siemens-Aufsichtsrat von Siemens wollen allerdings, so die Süddeutsche Zeitung, den langjährigen Konzernchef Heinrich von Pierer zur Hauptversammlung am 24. Januar nicht entlasten.

Nach der Zeitung zugespielten Informationen aus dem Umfeld des Kontrollgremiums wird Aufsichtsratschef Gerhard Cromme dafür plädieren, dem früheren Aufsichtsrats-Chef Heinrich von Pierer, dem ehemaligen Geschäftsführer Klaus Kleinfeld und dem früheren Personalvorstand Jürgen Radomski die Entlastung erst einmal zu verweigern.

Auch, wenn Kleinfeld und Pierer beteuern, nichts von den Schwarzgeldkonten gewusst zu haben, werden sie als leitende Angestellte womöglich für den Schaden verantwortlich gemacht. Den gesamten Aufsichtsrat und den Vorstand nicht zu entlasten, bis “der Skandal ganz aufgeklärt ist”, war Kleinfelds eigener Vorschlag.

Wie die Aktionäre, Vorstände und Betriebsräte endgültig entscheiden werden, ist noch nicht klar. Die beteiligten Seiten beraten derzeit in Gruppen über ihre Entscheidungen. (mk)

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