Outsourcing: Inder ändern ihre Geschäftsmodelle

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Der Erfolg der bisher billigen Arbeitskräfte in Indien macht Programmierer dort teurer. Indiens Marktführer Infosys steuert gegen und entwickelt neue Preismodelle.

Ende vergangener Woche erklärte Infosys, größter unter den Software–Outsourcing-Dienstleistern in Indien, die Geschäftsmodelle zu ändern. Man wolle vor allem neue Geschäftsaktivitäten entwickeln, die vom traditionellen Outsourcing-Modell abweichen – das wurde bislang vor allem von den westlichen Kunden bezahlt, indem einfach die Menge des benötigten Personals bezahlt wurde.

So billig wie früher sind die gut geschulten und erfahrenen Software-Arbeitskräfte allerdings nicht mehr – und das drückt die Gewinne der indischen Unternehmen. Statt also auf den Businessmotor “billige Arbeitskräfte” zu setzen, strebe man nun ?software-assisted-services? an, erklärte InfosysChef S Gopalakrishnan zur Bilanzpressekonferenz. Statt zu programieren und die fertige Software an den Kunden zu geben, entwickle man in einer neuen Abteilung für das eigene Haus, um dann den Kunden nur die Benutzung der Software in Rechnung zu stellen – ein Modell, das zum Beispiel Salesforce mit seinem Software-as-a-Service gut Geld bringt.

So könnten einerseits Kunden den Vorteil genießen, sich nicht selbst um den Betrieb von Software und Servern kümmern zu müssen, andererseits würde es den Indern sichern, langfristig Umsätze zu generieren, ohne am Ende die Produkte dann in fremde Hände geben zu müssen. Dies sagte Gopalakrishnan zur britischen korespondentin der Financial Times.

Das Unternehmen will rechtzeitig reagieren, um seinen jährlich um je 25 Prozent steigenden Gewinn weiterhin zu erhöhen. Alleine im vorigen Quartal erwirtschaftete der Software-Dienstleister umgerechnet 213 Millionen Euro Gewinn. Der wltweite Umsatz lag bei über einer Milliarde US-Dollar – 2 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Man habe allerdings besonderen Erfolg mit vielen Multimillionen-Diollar-Verträgen in disem Quartal gehabt, erklärt der CEO – man müsse aber trotzdem agieren, weil es eben nicht immer so weitergehe. (mk)

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