FSFE startet neue Initiative gegen Gesundheitskarte

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Milliardengrab mit eingebautem Sicherheitsloch: Gesundheitstelematik birgt Gefahren jenseits des Vorstellungshorizonts.

Die guten Leute von der Free Software Foundation Europe blicken gerne mal über den Software-Tellerrand und kümmern sich um aktuelle Dystopien wie die geplante “Gesundheitskarte”. Dieses Milliardengrab soll für “21 000 Apotheken, 123 000 niedergelassene Ärzte, 65 000 Zahnärzte und 2 200 Krankenhäuser” sowie “250 gesetzliche und 50 private Krankenkassen” freien Zugang zu Patientendaten öffnen, ohne echte Strafbewehrung im als sicher anzunehmenden Missbrauchsfall. Die Reaktionen auf das Projekt der Bundesregierung sind gemischt: Freut sich das Siemens-Management noch über eine “Goldgräberstimmung in der Gesundheitstelematik”, so hält der nicht wirklich als linksradikal geltende Deutsche Ärztetag die eGK für eine “sozialpolitische Atombombe”, während das World Privacy Forum warnt: “Medical Identity Theft: The Information Crime That Can Kill You”. In Kürze will die Bürgerrechtsgruppe Privatsphaere.org in Zusammenarbeit mit der FSFE mit einer Fragebogenaktion für mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das brisante Thema sorgen. [fe]

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