Bitkom kritisiert EU-Pläne zur Trennung von Netzen und Diensten im TK-Bereich

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Nach Meinung des Branchenverbandes würde eine Trennung von Netzen und Diensten Investitionen und Innovationen im TK-Bereich ausbremsen.

Die Pläne der EU, dass Telekommunikationsanbieter den Netzbetrieb auslagern müssen, hält der Branchenverband Bitkom für praxisfern. Sie würden eine gesamte Branche bremsen, denn die Investitionsanreize für Unternehmen würden wegfallen. »Die EU sollte im Gegenteil alles tun, damit die Unternehmen weiterhin massiv in ihre Netze investieren und so die Grundlagen für neue innovative Dienste schaffen«, erklärte Bitkom-Präsident Scheer. Für eine Trennung von Netzen und Diensten gäbe es keinen Grund, die Tarife seien seit 1997 stark gesunken und der Wettbewerb würde funktionieren.

Auch von der von der EU vorgeschlagenen europäischen Regulierungsbehörde hält der Bitkom nichts. »Wir brauchen keine zusätzliche Bürokratie, sondern lediglich eine klare Aufgabenteilung zwischen der Kommission und den nationalen Behörden.« Schließlich müsse man Unterschiede in Ländermörkten weiterhin berücksichtigen und die bisherige denzentrale Regulierung hätte sich bewehrt. (dd)

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