Anonym telefonieren dank Handykarten-Tauschbörse

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Im Kampf gegen den heraufdämmernden Überwachungsstaat organisiert der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung nun den bundesweiten Tausch von Prepaid-Karten.

Mit dem heutigen Tag läuft die Tauschbörse für Prepaid-Handykarten an. Nicht etwa über das protokollierfähige Internet, sondern ganz Old-School über die Schneckenpost. Ziel des Angebots ist die Umgehung der Registrierungspflicht für Handykarten, die der Arbeitskreis für verfassungswidrig hält. Die Tauschbörse soll Handy-Nutzern wieder die Möglichkeit bieten, anonym zu telefonieren. Um zum Beispiel unbesorgt mit Informanten zu plaudern oder vertrauliche Beratung in Anspruch nehmen zu können.

Die Tauschbörse funktioniert so: Eine aufgeladene, freigeschaltete Prepaid-Handykarte wird zusammen mit der PIN und einem frankierten Rückumschlag an den Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (z.Hd. Marcus Brauner, Hilgenborn 22, 34593 Knüllwald-Remsfeld) geschickt. Nach wenigen Tagen gibt es eine andere, in gleichem Wert geladene Handykarte mitsamt Rufnummer und PIN-Code zurück. Mit dieser Karte kann man telefonieren, ohne dass die eigenen Personalien bei dem Anbietern gespeichert sind. Auch der Arbeitskreis protokolliere keinerlei Daten der Beteiligten. Ein solcher Tausch von Handykarten sei absolut legal. (rm)

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