Negroponte sehr, sehr böse – wg. Intel

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Das Gezanke nach dem Intel-Ausstieg beim OLPC findet kein Ende: Jetzt soll Intel der böse Feind sein, der nur so tat, als wolle er kooperieren.

So jedenfalls äußert sich OLPC-Chefdenker Nicholas Negroponte in der Öffentlichkeit. Intel habe wieder und wieder Verhandlungen des OLPC-Projektes mit potenziellen Verkäuferstaaten hintertrieben und denen stattdessen den eigenen Classroom PC andrehen wollen.

“Hogwash”(papperlappapp) meint Intel-Chef Paul Ortellini dazu. Gar kein Paperlappapp, entgegnet Negroponte wieder und nennt als konkretes Beispiel Peru. Wie Ehebrecher oder Alkoholiker hätten sich die Intel-Verkäufer verhalten und immer wieder Besserung gelobt, wenn sie erwischt wurden, nur um erneut die selben Tricks abzuziehen, wenn sie sich unbeobachtet wähnten. Wer auch immer von den beiden Streithähnen Recht hat – ein sittlich reifes Verhalten, dem die Jugend der Dritten Welt nacheifern könnte, legt keine der beiden Seiten so richtig an den Tag. [gk]

BBC News