FCC untersucht Comcasts Bittorrent-Blockade

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Der führende US-Kabelanbieter wurde dabei erwischt, die P2P-Verbindungen seiner Internet-Kunden zu behindern. Leugnen half nicht, die absichtliche Blockade wurde bewiesen. Jetzt kümmert sich die Regulierungsbehörde um die Verletzung der Netzneutralität.

Comcast will allerdings bis heute nur zugeben, man habe das Breitbandnetz in einer Weise verwaltet, die für das reibungslose Funktionieren der Netzwerkverbindungen zum Nutzen aller Kunden sorgen sollten. Was im Klartext heißt, eben doch nicht für alle Kunden und alle Protokolle – ganz im Gegenteil.

Verbraucherschutzverbände beschwerten sich bereits im November über den blockierenden Provider. Kevin J. Martin, Chef der Federal Communications Commission (FCC), bestätigte jetzt, seine Behörde werde ermitteln: „Ich habe meine Leute angewiesen, jede Art von hereinkommenden Beschwerden zu untersuchen über alles, was blockiert wird. Wir werden das untersuchen und sicherstellen, dass niemand in diskriminierender Weise von bestimmten Verbindungen abgehalten wird.“

Comcast mauert noch immer und erklärt, man sehe den Untersuchungen gelassen entgegen. Der Aktienkurs des Providers, der bereits im letzten Jahr um 35 Prozent gefallen war, sank gestern um 38 Cent auf 16,62 US-Dollar.

(bk)

Bloomberg

Inquirer: US-Provider im Blockierungsrausch