Die meisten neuen PCs kamen 2007 ohne Windows Vista

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Dafür gibt es einen verlässlichen Kronzeugen: Bill Gates, der sich gerade mit neuen alten Visionen von der IT-Bühne verabschiedete.

Auch das kommende Jahrzehnt werde ein „digitales Jahrzehnt“ sein, erklärte er bei seiner Abschiedsrede in Las Vegas. Und prahlte damit, Microsoft habe Windows Vista 100 Millionen mal seit dem Start vor einem Jahr verkauft.

Hört sich eindrucksvoll an, verrät aber etwas ganz anderes. Tatsächlich sind es gerade zehn Prozent mehr als die gut 89 Millionen Exemplare, die Microsoft von Windows XP im ersten Jahr nach der Markteinführung 2001 umsetzte. Seither aber hat sich der PC-Markt fast verdoppelt. Auch nach den Zahlen des großen Vorsitzenden Bill Gates hat Vista den Markt nur zur guten Hälfte ausgeschöpft, wenn man XP als Maßstab nimmt.

Es kommt noch besser, wenn man genauer hinsieht, wie es Information Week getan hat. Ergebnis der genauen Nachberechnung anhand der verkauften PC-Systeme: Windows Vista kam nur auf 39 Prozent der im Jahr 2007 ausgelieferten PCs, während sich Windows XP im Jahr 2002 satte 67 Prozent holte.

Die Abneigung der Verbraucher gegen das DRM-geschwängerte Vista war so heftig, dass PC-Hersteller wie Dell und HP regelrecht meuterten und Microsoft dazu nötigten, das schlankere und schnellere Windows XP auch weiterhin vorinstallieren zu lassen.

Eine Umfrage von Information Week fand sogar heraus, dass 30 Prozent der IT-Abteilungen in großen Unternehmen niemals auf Vista umsteigen wollen. Als Alternativen locken zudem Apples erfolgreich eingeführtes Leopard-OS und eine breite Palette von Linux-Distributionen für jeden Geschmack.

(Egan Orion/bk)

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