Kanadische Komponisten fordern Kulturflatrate

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Wer Songs komponiert, will auch einen Teil der Umsätze haben. Fünf Dollar pro Monat und Internetanschluss sollen das regeln.

Bei allen Debatten um die Legalität von P2P wird konsequent verdrängt, dass Telekomfirmen Milliardenumsätze mit DSL-Flatrates machen. Flatrates, die man zu nichts anderem braucht, als dafür, möglichst viel umsonst herunter zu laden. An dieser heftig sprudelnden Geldquelle wollen Urheber natürlich teilhaben; sollen sie auch, wenn man dem Wortlaut der weltweiten Gesetzgebung zu diesem Thema folgt. Um diesem Missstand abzuhelfen, fordert die Songwriters Association of Canada (SAC) nun eine Kopierabgabe von fünf kanadischen Dollar (3,39 Euro) pro Monat und Internetanschluss. Das würde pro Jahr einen Fonds in Höhe von einer Milliarde schaffen, genug, um die Urheber angemessen zu entschädigen, und auch den Verlagen einen Teil zukommen zu lassen. Independentlabels in der Canadian Independent Record Production Association (CIRPA) finden, das wäre ein guter Lösungsansatz. Völlig anderer Meinung dagegen ist die Canadian Record Industry Association (CRIA), also der nationale Arm der RIAA. Der Vorschlag wäre nicht geeignet, die wirklichen Probleme der Industrie zu lösen, wie CIRPA-Chef und Ex Universal-Music-Mann Graham Henderson in einem Reuters-Interview erklärte. Welche Probleme das im Einzelnen sind, überlasse ich der Phantasie meiner Leser. [fe]

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