Erstickt die CES am eigenen Erfolg?

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Größer, bunter, lauter – scheinbar geht es der Consumer Electronic Show (CES) so gut wie nie. Wenn das mal die Wahrheit ist, unken Marktforscher.

Zwar werden auf der CES weiterhin so viele neue Produkte gezeigt wie sonst auf keiner anderen Messe. Aber Erfolgsschlager wie Wii und iPhone wurden dort eben nicht vorgestellt, und zwar genau aus dem Grund, dass in der kaum zu überschauenden Schwemme neuer Produkte eben auch schon mal der 150-Zoll-Plasma-Bildschirm neben der elektrischen Zahnbürste steht, wie JupiterResearch-Analyst Michael Gartenberg meint.

Viele große Unternehmen seien dazu übergegangen, eigene Kampagnen außerhalb der CES zu starten – eine Strategie, unter der auch die CeBIT zunehmend leidet. Und Newcomer wie Pure Digital Technologies, die es in den USA mit einem billigen Taschen-Camcorder in die Spitze der Verkaufshitparade von Amazon geschafft haben, haben die CES schon im letzten Jahr einfach dazu genutzt, von dort Einkäufer in ihre Hotel-Suite abzuschleppen, mit der Mini-Bar abzufüllen und gute Geschäfte zu tätigen.

Etwas ratlos antwortet Todd Thibodeaux, bei der CES als “Senior Vice President for Industry Realtions geführt, dann auch auf die Frage, was seiner Meinung nach denn der Hit für’s nächste Jahr sein könnte, das dies der Sony Rolly sein könnte – ein Media-Player, der seinem Besitzer durch die Wohnung hinterherrollt. Darauf hat die Welt in der Tat gewartet.

New York Times