Apple mal wieder wegen iPod und iTunes unter Beschuss

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Eine Kalifornierin hat eine Kartellklage gegen Apple eingereicht. Sie wirft dem Computerbauer vor, seine führende Position auf dem Online-Musikmarkt auszunutzen, um Wettbewerber zu behindern.

Apple sieht sich erneut mit einer Klage wegen der engen Verknüpfung von iPod und iTunes konfrontiert. Die Kalifornierin Stacie Somers wirft dem Unternehmen vor, damit gegen mehrere Gesetze zu verstoßen. So würde Apple etwa den Zugang zu seinem iTunes Store auf die zugehörige Software beschränken und sich weigern, seine Player und Musik kompatibel zu den Technologien anderer Firmen zu gestalten. Vor allem, dass man anders als die meisten anderen Musikshops nicht auf das WMA-Format setzt, legt man dem Unternehmen laut Ars Technica zur Last. Denn der Chip im iPod Shuffle, ein SigmalTel STMP3550, würde das Format eigentlich unterstützen – Apple allerdings das Abspielen von WMA-Songs mithilfe seiner Software verhindern.

Da Apples kopiergeschützte AAC-Dateien auch nicht auf anderen Playern abgespielt werden können, würde sich der User quasi auf ewig an Apple binden, heißt es in der Klageschrift. In dieser finden sich Ars Technica zufolge aber auch klare Fehler: So könnten iPod-Nutzer durchaus auch in andere Shops einkaufen und ihre AAC-Dateien ins MP3-Format umwandeln, um sie auf anderen Geräte abzuspielen. (dd)

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