Abschied von DRM schwächt Itunes

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Dass nun auch Sony BMG endlich auf Kopierschutz verzichten will, gilt als das Ende von DRM für Musik. Und es ändert den Markt für digitale Downloads.

Apple wird vermutlich Marktanteile bei den digitalen Downloads verlieren, während die Musikkonzerne sich zunehmend des digitalen Rechtemanagements enthalten, sagen Branchenanalysten voraus. Was den Konzernen ganz Recht sein dürfte und wohl einer der Hauptgründe für den DRM-Verzicht der großen Labels war. Vor Sony BMG hatten silch bereits Warner Music Group, Universal Music Group und EMI Music zu diesem Schritt durchgerungen.

Derzeit kassiert Apple für etwa 80 Prozent der digitalen Downloads und weigert sich beharrlich, das eigene DRM-System namens Fairplay zu lizenzieren. „Wir benötigen etwas Online-Wettbewerb zu Apples Itunes“, so Warners Chairman Edgar Bronfman jr. Er hofft zugleich auf wieder mehr Umsatz: „Wir glauben, dass wir die Konsumenten nur zu mehr Musikkäufen ermutigen können, wenn wir ihnen die Gewissheit geben, dass sie die gekaufte Musik auf jedem Gerät spielen können.“

Was wiederum auch nicht zum Nachteil Apples sein muss. Denn die Abkehr von DRM wird, so sagt Analyst Phil Leigh von Inside Digital Media voraus, „wird vermutlich die Nachfrage nach dem Ipod stimulieren.“

(bk)

Wired

Inquirer: Aus, Aus, Aus: Sony BMG killt den Kopierschutz