Umweltverschmutzung: IBM muss vor Gericht

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Der amerikanische Hardwaregigant muss sich vor einem Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, jahrelang die Umwelt verpestet zu haben.

Big Blue als Umweltsünder? Behaupten zumindest ehemalige Nachbaren eines früheren IBM-Werkes im amerikanischen Bundesstaat New York. Für sie war dies Grund genug Klage vor dem Supreme Court of Broome County (New York) gegen den Konzern einzureichen. Mehr als 80 Jahre lang soll IBM ihren Grund und Boden verpestet haben. Betroffen waren unter anderem Luft, Wasser und Boden. Die Verschmutzung hat angeblich ernsthafte Gesundheitsschäden und Krebserkrankungen verursacht, so eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters.

90 Bürger der amerikanischen Städte Endicott und Union behaupten Big Blue habe zwischen 1924 und 2002 habe mit der krebserregenden Chemikalie Trichlorethylen die gesamte Umgebung verschmutzt. Aus diesem Grund fordern die Betroffenen nun Schadensersatz in bisher unbekannter Höhe. Ein Firmensprecher wies die Vorwürfe jedoch zurück und bezeichnete sie als “unberechtigt”. Die Wirkung von Trichlorethylen sei bisher nicht erwiesen. (mr)

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