Nigeria: Schwierigkeiten für OLPC

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Die Auslieferung des XO Laptops des Projekts One Laptop Per Child (OLPC) wurde in Nigeria gestoppt. Eine US-Firma sieht durch die Tastatur des Gerätes eines ihrer Designpatente verletzt.

Die von nigerianischen Unternehmern gegründete und im US-Bundesstaat Massachusetts beheimatete Firma Lagos Analysis Corporation (Lancor) hat mit einer Einstweiligen Verfügung die Auslieferung des XO Laptops in Nigeria gestoppt. Die Tastatur des Gerätes soll ein Designpatent verletzten, wirft man dem Projekt One Laptop Per Child (OLPC) vor und verlangt 20 Millionen Dollar Schadensersatz.

Wie Ars Technica berichtet, behauptet Lancor, bei OLPC hätte man sogar eine Lancor Konyin Tastatur erworben, um den Quellcode per Reverse Engineering zu rekonstruieren und dann für das XO Laptop anzupassen. Nur so hätte man die mehrsprachigen Tastaturfunktionen realisieren können.

Darauf gestoßen sei man im Tracking-System von OLPC, auch wenn man keine genaueren Angaben macht. Bei Ars Technica vermutet man, es handele sich um dieses Ticket, weil dort ein OLPC-Entwickler vermeldet, er hätte von einem Leapsoft-Angestellten Dateien für die nigerianische Sprachunterstützung erhalten – und Leapsoft in der Lancor-Klage ebenfalls beschuldigt wird. (dd)

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