Nato verliert geheimen USB-Stick in Skandinavien

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Fluch der Technik: mehrere Geheimdienst-Dossiers aus Nato-Beständen fanden sich auf einem USB-Drive in einer Bücherei.

Details über den Nato-Einsatz in Afghanistan und die dort stationierten Besatzungs-Truppen, einen Mordanschlag auf den libanesische Verteidigungsminister und die Ermordung des Aussenministers von Sri Lanka fanden sich auf einem USB-Speicher, der herrenlos in einer Leihbücherei in Stockholm herumlag. Colonel Bengt Sandström vom Swedish Military Intelligence and Security Service ist entsprechend sauer und weist darauf hin, dass eine solcher Grad an Unachtsamkeit zu sechs Monaten Zwangsurlaub hinter den sogenannten “schwedischen Gardinen” führen kann. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass die Nato mit sensiblen USB-Sticks um sich wirft. Vor zwei Jahren (also 2006) lagen solche Kleinspeicher des niederländischen Verteidigungsministeriums in Mietwagen und anderswo herum. Dabei müsste selbst militärische Schlampigkeit nicht zu solchen Enthüllungen führen, gibt es doch schon länger etwas, das man im Volksmund “Verschlüsselung” nennt. [fe]

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