Apple kriegt neue Kartellklage an den Hals

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Der einstige Underdog bekommt die Leiden eines Marktführers zu spüren: Ausgerechnet wegen Nichtunterstützung von WMA wird Apple von amerikanischen Anwälten verklagt.

Die fahren dann auch gleich schweres Geschütz auf. Unnötig und ungerechtfertigt seien die technologischen Beschränkungen, mit denen Apple seine populärsten Produkte ausgestattet habe. Besonders garstig ist die anwaltliche Strategie, zum Beleg der Vorwürfe Steve Jobs selbst zu zitieren, der gesagt haben soll, dass iTunes das “Microsoft der Music Stores” sei.

Konkret wird Apple dann vorgeworfen, WMA nicht zu unterstützen, womit das Unternehmen im Vergleich mit der Konkurrenz eine einzigartige Haltung annehme. Außerdem sei die iPod-Software absichtlich so konzipiert worden, dass sie WMA-inkompatibel sei, obwohl etwa der SigmaTel STMP3550-Chip, der im iPod Shuffle steckt, durchaus das Microsoft-Format wiedergeben könne.

Und um dem Ganzen zum Schluss eins draufzusetzen, bekommt auch noch die Preispolitik von Apple eins ab: Im Großhandel betrage der Preisunterschied zwischen 1GB Flash und 4GB Flash 5,52 Dollar, beim Nano unterschiede sich der Verkaufspreis der entsprechenden Modelle aber um gut 100 Dollar. [gk]

Yahoo / TechWeb