W-LAN-Epidemie könnte ganze Städte befallen

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Bisherige Viren befielen bislang hauptsächlich PCs. Was passieren kann, wenn der W-LAN-Router zum Angriffsziel wird fragten sich Forscher der amerikanischen Indiana University.

Eine W-LAN-Epidemie könnte in nicht allzu weiter Ferne liegen: Wissenschaftler der Indiana University haben in einer Studie die Geschwindigkeit einer Ausbreitung eines infizierten W-LAN-Routers untersucht und kamen dabei zu einem erstaunlichen Ergebnis. Mit einbezogen wurden Verschlüsslungen wie WEP, WPA und die nötige Zeit sie zu umgehen. Auch wurde die Wahrscheinlichkeit mit einbezogen, dass das Standardpasswort des Routers nicht geändert wurde. Die Ergebnisse wurden daraufhin auf amerikanische Städte wie Chicago, Boston, New York, San Fransisco und Seattle bezogen, so die Studie.

Bis vor kurzem galt ein solcher Angriff als unwahrscheinlich und spätestens durch die Einführung von WPA und WPA2 wurde er immer unwahrscheinlicher. Dennoch nutzen zahlreiche W-LAN-User bislang noch immer den lückenhaften WEP-Standard, gar keine Verschlüsselung, ändern ihr Standardpasswort nicht oder ersetzen dieses mit einem sehr leicht zu knackenden Passwort. An Stellen, an denen sich W-LAN-Netzwerke überlappen könnte der Router-Virus sich so seinen Weg bahnen.

In einigen Grafiken ist das exponentielle Wachstum des Virus zu sehen. Ähnlich wie ein richtiger Virus wird er allerdings durch natürliche Grenzen wie Flüsse und Berge aufgehalten. Dennoch könnte ein solcher Schädling nahezu eine komplette Stadt innerhalb weniger Tage infizieren und mehr als die Hälfte aller Netzwerke mit Malware verpesten. (mr)

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