Magazin: Steve Jobs mächtigster Boss des Jahres 2007

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Nicht nur seine treuesten Fans, sondern auch die Wirtschaftswelt sieht den sprituellen Führer der Apple-Gemeinde jetzt als den Größten. Die CEOs größerer und mächtigerer Firmen kommen weit hinter ihm.

Das Wirtschaftsmagazin Fortune erstellt jährlich eine Liste der einflussreichsten Leute im Business. Ganz oben auf dem Podest steht diesmal Steve Jobs, Chairman und CEO von Apple.

Die Begründung führt die bemerkenswerte 30-jährige Karriere des Apple-Gründers an. Er habe schon in den ersten 20 Jahren zweimal der Computerbranche eine neue Richtung gewiesen, 1977 mit dem Apple II die PC-Ära eingeläutet und 1984 mit dem Macintosh die grafische Benutzeroberfläche eingeführt. So nebenbei habe er das Desktop Publishing erfunden, der Welt den Laserdrucker geschenkt und sich als Pionier der PC-Netzwerke betätigt. Daneben habe er Pixar und damit dem computeranimierten Spielfilm zum Erfolg verholfen.

Seit seiner Rückkehr 1997 habe er die Dynamik der Unterhaltungselektronik mit dem Ipod verändert und die Musikbranche, die TV-Sender sowie Hollywood überredet, ihre Produkte über den Itunes-Musikladen zu verticken. Mit seinen über alle Maßen erfolgreichen Apple Stores habe er den Boxenverkäufern gezeigt, wie man hohes Image und hohe Gewinnmargen erzeugt. Und in diesem Jahr schließlich habe er auf dem Höhepunkt seiner kreativen und Promotion-Fähigkeiten Apples Eintritt in das Mobilfunkgeschäft mit dem Iphone orchestriert.

Und damit habe Jobs fünf Branchen gekippt – Computer, Hollywood, Musik, Einzelhandel und Mobiltelefone. In diesem Augenblick habe niemand mehr Einfluss über ein breiteres Branchenfeld hinweg als Jobs.

Soweit das große Loblied, gesungen von Fortune. Noch viel mehr aber sagt aus, wer alles in den Reihen weit hinter ihm steht. So steht Jobs mehrere Plätze vor Medienmogul Robert Murdoch, der Premierminister und Präsidenten nach seiner Melodie tanzen lassen kann. Er ist laut Fortune einflussreicher als Lloyd Blankfain von Goldman Sachs, von dessen wohlwollender Finanzierung größte Firmen abhängen. Und er soll mächtiger sein als der megaerfolgreiche Anleger Warren Buffett, der allein 2006 98 Milliarden $ einnahm.

Und ja, erst an siebter Stelle finden wir Bill Gates. Er kann vielleicht Regierungen dazu bringen, seine eher glanzlose Software einzusetzen, und verfügt über ein paar gefüllte Geldspeicher mehr als Steve Jobs – und doch ist er für die Wirtschaftswelt weniger einflussreich als der Spielzeugmacher mit dem Apfel-Logo.

(Nick Farrell/bk)

Inquirer UK

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