Cyber-Attacke gegen Südkoreas Armee

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Das südkoreanische Verteidigungsministerium schlägt Alarm. Die Soldaten dürfen keine offiziellen Daten mehr auf den PCs speichern.

Gleichzeitig wiegelt das Ministerium ab, es sei eigentlich nichts außer privaten E-Mails abhanden gekommen. Der Alarm sei ausgerufen worden, nachdem die Spionageabwehr herausgefunden hatte, dass Hacker aus einem „Drittland“ erfolgreich per E-Mail in einige Computer von Militärangehörigen eingedrungen seien. Es seien dabei keine militärischen Daten entwendet worden.

Die südkoreanische Armee verfügt über ein eigenes Intranet, das üblicherweise nicht mit dem Internet verbunden ist, und verarbeitet vertrauliche Daten auf getrennten Servern.

Die Hacks erfolgten durch E-Mails mit dem Titel „Aktuelle Einschätzung zur Kampfstärke der nordkoreanischen Armee“. Öffneten neugierige Soldaten die Mail, hatten sie sich bereits einen Virus eingefangen.

Laut der Tageszeitung Chosus Ilbo führt die Spur der Hacker nach China. Man habe nicht eindeutig feststellen können, ob es sich um einzelne Bürger oder Hacker in militärischen Diensten handelte. Es sei jedoch bekannt, dass China eine Militäreinheit namens NET Force ins Leben gerufen hat, die mit einer Million „roten Hackern“ aktiv ist.

Südkorea gilt als eine der am stärksten vernetzten Gesellschaften der Welt. 34 Millionen Koreaner – oder 70 Prozent der Bevölkerung – nutzen das Internet.

(bk)

SMH