Musikindustrie: Blutige Nase in Oregon?

Allgemein

Die übliche Erpressungsstrategie der RIAA könnte sich im US-Bundesstaat Oregon endgültig als Bumerang erweisen.

Schon vor einem Monat hatte sich abgezeichnet, dass auch die Justizbehörden des Staates eine gewisse Skepsis gegenüber dem Verband der amerikanischen Musikindustrie haben, und jetzt kommt es zu einem handfesten Konflikt.

Die University of Oregon nämlich ist nicht – wie sonst üblich – eingeknickt, sondern hat auf die Drohung der RIAA mit juristischen Maßnahmen mit gleichen Waffen reagiert und ihr Täuschung des Gerichts, Verstoß gegen den Datenschutz von Studenten und fragwürdige Ermittlungsmethoden vorgeworfen – eine Position, die der Generalstaatsanwalt von Oregon im Übrigen teilt.

RIAA-Chef Cary Sherman hat das zwar alles als “verrücktes Zeug” zurückgewiesen, soll aber eingeräumt haben, dass er schon überrascht sei, dass die Strafverfolgungsbehörden dies auch so sähen. Hoffentlich Vielleicht nicht die letzte böse Überraschung … [Nick Farrell / gk]

The Inquirer UK