CMSimple 3.0
Das Volks-CMS: In 10 Minuten zur eigenen Webseite

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Hunderte von Content-Management-Systemen buhlen um die Gunst der Administratoren. Privatnutzer und Kleinunternehmer können sich so einen Admin nicht leisten – CMSimple soll auch ihnen die Webseiten-Administration ohne lange Einarbeitungszeit erlauben.

So viele CMS, welches nehmen?

CMSimple 3.0

Statische Webseiten sind out, wer heute eine Webseite erstellt, wird in der Regel ein Content Management System verwenden. Anders als bei einer statischen Webseite sind Layout und Inhalt beim CMS strikt voneinander getrennt. Das hat den Vorteil, dass die Webseite fast beliebig zu skalieren ist, sie kann also mit den Ansprüchen wachsen. Außerdem kann der Webmaster die Pflege des Content durch Anwender erledigen lassen, selbst das Erstellen neuer Unterseiten ist – anders als bei einer statischen Webseite – problemlos möglich.

Ist die Entscheidung für ein CMS gefallen, wird es kompliziert. Mehre hundert verschiedene Content Management Systeme buhlen um die Gunst der Administratoren. Weit verbreitet sind beispielsweise Joomla, Drupal und Typo3. Alle Systeme benötigen eine Datenbank und ohne eine aufwendige Einarbeitung kann man sie nicht bedienen. Für ein Einsteigersystem sind sie also weniger geeignet. Eine schlanke, wenn auch weniger bekannte Alternative ist das kostenlose CMSimple, ein dänisches CMS das keine Datenbank benötigt, weil es alle Inhalte im HTML-Format abspeichert. Einzige Voraussetzung ist PHP-fähiger Webspace und das ist inzwischen fast bei allen Webhostern Standard. Vorteil: Mit CMSimple hat man in weniger als 10 Minuten eine ansehnliche Webpräsenz ins Internet gestellt. Langwierige Einrichtungsprozeduren wie bei Joomla, Drupal und Typo3 entfallen komplett. Trotzdem hat das System ausreichend Leistungsreserven für kleine bis mittlere Webseiten. Zusätzlich gibt es eine Reihe von PlugIns, mit denen sich weitere Features nachrüsten lassen. Insofern ist CMSimple ein funktional vollwertiges CMS.

Das PlugIn Menu Manager rüstet eine grafische Verwaltungsoberfläche für die Seitenstruktur nach. In CMSimple SE ist der Menu Manager schon integriert.

Maximal 1000 Seiten und ein LogIn

Der Entwickler empfiehlt als Kapazitätsobergrenze 1000 Unterseiten. Die PCpro-Testtsysteme waren mit 100 Unterseiten deutlich größer als durchschnittliche Webseiten und liefen immer noch sehr performant. CMSimple hat gegenüber Datenbank-basierte Systemen allerdings eine Einschränkung: Es ist nicht mehrbenutzerfähig. Per Default hat es nur einen einzigen LogIn, den sich der Administrator und gegebenenfalls weitere Anwender teilen müssen. Es gibt zwar einen Workaround, mit dem man eigene Bereiche für verschiedene Benutzer erstellen kann, für kritische Produktivsysteme empfehlen sich solche Workarounds aber nicht. Bei kleinen und mittleren Webauftritten ist CMSimple meist ausreichend, Online-Redaktionen die auf ein Benutzermanagement angewiesen sind, müssen zu größeren Systemen mit einem richtigen Usermanagement greifen.

Für die Konfiguration sollte man nach Möglichkeit den Firefox einsetzen. Mit dem Internet Explorer hat es im PCpro-Test gelegentlich Probleme gegeben.


Installation und Konfiguration

CMSimple 3.0

Die Installation von CMSimple ist unkompliziert. Unter http://install.cmsimple.de/cmsimpleinstall/index_en.php kann man die Installation direkt per FTP durchführen. Dafür benötigt man nur seine FTP-Login-Daten, das ist die einfachste und schnellste Methode. Wenn die Installation abgeschlossen ist, steht die fertige Webseite schon im Internet. Man loggt sich dort mit dem Standardpasswort ?test? ein. Unter Einstellungen sollte man das allerdings sofort ändern und ein eigenes Paßwort vergeben. Damit ist die Konfiguration auch schon abgeschlossen, zumindest wenn man mit dem optisch eher drögen Standard-Layout zufrieden ist. Unter http://www.cmsimple.dk/demo/ findet man eine Demoinstallation, wo man sich CMSimple mit dem Default-Template angucken kann. Etwas ungewohnt ist beim ersten Kontakt der intergrierte Editor OEdit, man arbeitet sich aber schnell ein. Unter http://www.heike-wiesner.de/wiki/index.php/CMSimple-Tutorial findet man eine gute Anleitung für die ersten Schritte.

CMSimple eignet sich auch für größere Installationen. So hat www.quattroclub.de beispielsweise über 350 Unterseiten.

Neue Kleider für das CMS

Für CMSimple gibt es eine Vielzahl kostenloser Templates, beispielsweise bei NMUD, CMSimple-Styles, Thorsten-Behrens.de oder bei Dotcomwebdesign. Man lädt sich ein Template herunter und entpackt es auf dem FTP-Server in den Ordner templates. Dann kann man es unter Konfiguration aktivieren. So kann man mit zwei Mausklicks seiner Webseite ein komplett neues Design verpassen. Unter http://webdeerns.de/?layout%3F_Oberfl%E4chen-Kosmetik gibt es ein Demosystem, wo man selbst zwischen den verschiedenen Templates hin und her schalten kann. Diese Online-Unschaltung ist bei CMSimple allerdings nicht Standard, das kann dort nur der Administrator, was allerdings auch sinnvoll ist.


CMSimple SE, das Rundum-Sorglospaket

CMSimple 3.0

Von CMSimple gibt es bei http://cmsimple-styles.com/cmsimplestyles/club/?CMSimple_Special_Edition eine in vielen Punkten verbesserte Special Edition, allerdings ist sie nicht kostenlos. Man tritt einem Club bei und kann sich dort nicht nur die aktuelle CMSimple Special Edition, sondern auch eine Reihe von Club-Templates herunterladen. Wer nicht dauerhaft Mitglied bleiben und 15 Euro/Jahr zahlen möchte, tritt sofort wieder aus. Dann verliert man den Mitgliedstatus nach einem Jahr automatisch. Speziell der integrierte Menu Manager ist sehr hilfreich, wenn man die Struktur von größeren Installationen verwalten möchte. Wer nicht die aktuellste Version braucht, kann den Vorgänger kostenlos herunterladen. Auch kann man viele Funktionalitäten der Special Edition selbst nachrüsten, was aber entsprechende viel Zeit und Einarbeitungsaufwand in Anspruch nimmt.

Die Konfigurations- Oberfläche der Standard-Version ist etwas karg. Um vernünftig arbeiten zu können, muss man per PlugIn diverse Funktionen nachrüsten.

Lizenzen

CMSimple ist grundsätzlich kostenlos, allerdings sind dann bestimmte Nutzungsauflagen zu beachten. Auf der Webseite darf der Eintrag powered by CMSimple nicht entfernt werden. Das darf man nur, wenn man eine Lizenz kauft. Gleiches gilt für die kostenlosen Templates, in denen praktisch immer ein Link zu den Herstellern enthalten ist. Auch diesen darf man nur entfernen, wenn man eine Lizenz für das Template erwirbt. Ansosten kann man CMSimple und die Templates beliebig modifizieren.

Wesentlich umfangreicher ausgestattet ist CMSimple Special Edition. Hier hat man direkt out-of-the-box ein komfortables Komplettsystem.


Fazit

CMSimple 3.0

CMSimple ist das ideale Einsteiger-CMS. Statt sich wie bei anderen Systemen mit einarbeitungsintensiven Konfigurationen und Installationen herumzuärgern, kann man hier direkt mit dem Content loslegen. Das System ist in der Standardversion kostenlos. Gerade für Einsteiger s
ind die 15 Euro für eine Special Edition aber gut angelegt.

Produktname: CMSimple 3.0
Hersteller: Peter Harteg
Internet: www.cmsimple.dk/
Preis: Standard kostenlos/Special Edition 15 Euro

2 Noten, da unterschiedliche Editionen

CMSimple Special/Standard Edition

Note gut/befriedigend
Leistung (40%): sehr gut/sehr gut
Ausstattung (30%): gut/ausreichend
Bedienung (30%): gut/befriedigend

Features
– integrierte Suchfunktion für die Webseite
– Gästebuch
– Mailformular

Zusätzliche Features Special Edition
– integrierter Menu Manager
– integrierter PlugIn Manager
– openWYSIWYG Editor
– Svarrer’s Gallery vorinstalliert
– Mitgelieferte Club-Templates

Systemvoraussetzungen
– PHP-fähiger Webspace (ab Version 4.0.4)

Einsteiger-Tutorial und Demosysteme für Standard und Special Edition
http://www.cmsimple-guide.info

Deutsche Webseite
www.cmsimple.de