Beim Weihnachtseinkauf getasert

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Über 200 Todesfälle allein in Nordamerika reichen noch immer nicht, um die Polizei am bedenkenlosen Einsatz der „nicht-tödlichen“ Waffe zu hindern. Sie wird immer noch leichtfertiger eingesetzt.

Die Yogatrainerin Elizabeth Beeland traf es inmitten einer Menschenmenge, die sich in Daytona Beach dem Shopping vor Weihnachten hingab. Bei Best Buy, einer dieser Doofmarkt-Ketten. Sie wurde beschuldigt, eine verdächtige Kreditkarte benutzt zu haben. Was gar nicht stimmte, denn es war tatsächlich ihre eigene. Das wiederum machte sie wütend. Wie ein Überwachungsvideo des Ladens zeigt, regte sie sich mächtig auf und wedelte dabei mit den Armen.

Das genügte einer herbeigeeilten Polizistin, um ihre Taserwaffe auf sie zu richten und ihr damit eine volle Ladung in den Unterleib zu verpassen. Fand ihr Polizeichef voll in Ordnung, sei doch ein Elektroschock von 17.500 bis 50.000 Volt noch eine besonders sanfte Anwendung polizeilicher Gewalt:

„Der Taser ist für genau solche Zwischenfälle gedacht. Wenn ein Polizist hinlangt und sie zu Boden zwingt und dabei ihre Nase oder ihr Kinn bricht oder ihr die Zähne aus dem Mund schlägt, nun, dann hieße es wohl: ‘Warum habt ihr nicht den Taser benutzt?’“

Fröhliches Shopping!

(bk)

Inquirer UK

WFTV.com

Inquirer: Mit dem Taser gegrillt – wegen Streit um Strafzettel