US-Webkonzerne für Spielewerbung bestraft

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Das Justizministerium der USA hat Microsoft, Yahoo und Google mit Geldstrafen belegt, weil sie Online-Werbung für Glücksspiel-Websites angenommen hatten.

Roulette, Blackjack oder Poker gegen Geldeinsatz sind im US-Internet verboten. Nun wird auch bestraft, wer für solche Glücksspiel-Websites wirbt, egal, wo sie auf der Welt beheimatet sein sollten. Das durften gerade Google, Microsoft und Yahoo feststellen, die zusammen immerhin 31,5 Millionen Dollar (knapp 22 Mio. Euro) Bußgeld dafür abdrücken dürfen, ein paar entsprechende Banner angenommen zu haben. Der Löwenanteil entfällt dabei mit 21 Millionen auf Oberbösewicht Microsoft, weil der Konzern die vergangenen zehn Jahre solche Werbung zuließ, wetterte das Justizdepartment. Kurios: Die Online-Geldspielerei ist erst im letzten Jahr landesweit verboten worden.
Mehr noch: Die Staatsmacht verdonnerte Microsoft dazu, in den nächsten drei Jahren 9 Millionen Dollar für Werbung ausgeben zu müssen, in der Jugendliche vor der Gefahr von Glücksspiel gewarnt werden. Jetzt verstehe ich endlich, warum die ganzen Casino-Betreiber aus Las Vegas solche enormen Summen in Macau investieren – eine Fall-Back-Strategie, falls sie aus Nevada vertrieben werden … (rm)

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