MTV und Hollywood machen in Games

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Produzent Jerry Bruckheimer steht für Kino („Piraten der Karibik“) und TV-Serien („CSI“). Demnächst auch für Games, und das zusammen mit dem Popsender MTV.

Der Mann, den sie den „Uber-Producer“ nennen, wird mit MTV Games ein Studio für die Spieleentwicklung in Santa Monica aufbauen. Der zu erwartende Ausstoß an Spielen soll für führende Spielekonsolen wie Nintendos Wii kommen und mobile sowie virtuelle Welten durchdringen. Bruckheimer denkt nicht nur an Umsetzungen von Film- und TV-Erfolgen, sondern an neue, eigenständige Spiele. Seine bereits bestehenden Abmachungen mit Disney und Warner laufen weiter: „Diese Sachen gehören den Sendern und den Filmstudios, daher werden wir uns wohl darauf konzentrieren, unsere eigenen Originalspiele zu entwickeln.“

MTV wiederum sieht darin die Chance, die bisher übliche Rollenverteilung umzukehren und zuerst das Spiel zu entwickeln, um es dann für die anderen Medien zu adaptieren. Jeff Yapp, bei MTV Networks für die Programmentwicklung zuständig:

„Für alles, was wir in diesem gemeinsamen Unternehmen entwickeln, haben wir die Rechte für Filme und für Fernsehen … Jerry ist ein extrem guter Geschichtenerzähler, und mit diesem Deal werden wir all die traditionellen Modelle praktisch umwerfen.“

Mit dem ersten Spiel Rock Band hatte MTV einen Achtungserfolg. Die Kriegskasse für weitere Videospiele ist bereits mit 500 Millionen US-Dollar gefüllt.

Bruckheimer begeistert sich über die Parallelen zwischen Film- und Games-Produktion: „Sieht man sich unsere Filme an, jedenfalls die Sachen, die wir überall von ‘Pearl Harbor’ über ‘Armageddon’ und ‘Top Gun’ bis zu ‘Black Hawk Down’ gemacht haben, und wenn man die Blickwinkel, die Aufnahmen und Konzepte betrachtet, dann sind da viele Ähnlichkeiten zu Spielen zu sehen.“

(bk)

Hollywood Reporter