Virtualisierungs-Probleme vermeiden
Gut wappnen für das Virtualisierungs-Abenteuer!

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Unternehmen, die den Weg der Virtualisierung beschreiten wollen, müssen dafür sorgen, dass ihre Netzwerke auch fit genug für diesen Job sind. Zu lösende Probleme gibt es dabei genug.

Virtualsierung belastet das Netzwerk

Virtualisierungs-Probleme vermeiden

Virtualisierung wird derzeit von vielen als DAS Unternehmensheil propagiert wird (mehr aktuelle Geschichten zu Virtualisierung hier). Wikipedia hat aufgrund der Fülle von Informationen sogar eine eigene Kategorie für das neue Hype-Thema angelegt.

Virtualisierung ist in der Tat eine tolle Sache für Firmen, die Server konsolidieren und – in einigen Fällen – User-Desktops aus den normalen Büros verbannen wollen, um sie in Rechenzentren unterzubringen, die mehr Sicherheit bieten. Aber all das hat nicht nur sein Gutes, denn man muss eine Reihe von Domino-Effekten in Betracht ziehen, bevor man die Marschrichtung Virtualisierung einschlägt. Dabei ist ein ganz wesentlicher Faktor die Belastung, die eine die Virtualisierung auf das Netzwerk ausüben kann.

Bild: Viele virtuelle PCs wetteifern um die Ressourcen in einem einzigen Server-System (Quelle: Marketing für Virtualisierungskongress 2007)

Die meisten Server werden heutzutage standardmäßig mit Ethernet-Adaptern von einem oder mehr Gigabit geliefert. Das ist mehr als ausreichend, wenn es sich um einen einzigen Server handelt, der Dateien verteilt oder Web-Anwendungen hostet. Sobald man aber damit anfängt, multiple virtuelle Server auf dieser Hardware zu hosten, eventuell verbunden mit einem geteilten-iSCSI-Storage-System, kann das Netzwerk-Interface sehr bald zu einem extremen Nadelöhr werden.

Will man nun noch Desktops als virtuelle Maschinen virtuell auf dem Server hosten, wird es noch schlimmer. Einige Unternehmen reden sogar von Hunderten virtueller PCs auf dem gleichen physikalischen Server – und alle davon stehen im Wettstreit um die gleiche Menge real existierender Infrastruktur.


Lösung mit Plugin-Adapter, Load Balancer oder 10GbE?

Virtualisierungs-Probleme vermeiden

Eine Möglichkeit, dem zu begegnen, wäre, zusätzliche Ressourcen wie Plugin-Adapter im Netz einzusetzen. Das setzt aber sehr sorgfältige und fundierte Überlegungen voraus, wie diese Ports dann zu verkabeln und in das Switch Network zu integrieren sind. Dann sollte man sich noch Gedanken darüber machen, wie man diese zusätzlichen Schnittstellen am besten ausnutzt.

Wollen Sie beispielsweise die virtuellen Adapter den physikalischen auf einer exklusiven Basis zuordnen und eine Art Load Balancer einsetzen oder die Adapter auf einige oder alle Virtuellen Maschinen (VMs) verteilen und die Last auf diese Weise ausgleichen? Könnte ein Teil des Datenverkehrs zwischen den VMs besser mit virtuellem Networking abgewickelt werden? Bietet die Virtualisierungs-Software diese Art von Funktionalität und was bedeutet dies für die Serverleistung?

Eine andere Variante wäre, das ganze Netz auf 10 Gigabit Ethernet (10GbE) aufzurüsten. Virtualisierung könnte schließlich dasjenige Problem sein, das durch diese Technik endlich gelöst wird (10GbE wurde zuvor von einigen Admins als unnötig befunden) und damit bekäme man zumindest einen Teil der Verkabelungs- Problematik in den Griff. Will man aber 10GbE verwenden, muss man nicht nur die Adapter aufrüsten sondern auch die Backbone-Switches, an die sie gekoppelt sind. Auch hier muss man wieder äußerst sorgfältig abwägen, ob die gewählte Virtualisierungs-Software die von dieser Technologie gelieferte zusätzliche Bandbreite auch wirklich nutzen kann.


Virtualisierungsprobleme lösen durch nohc mehr Virtualisierung

Virtualisierungs-Probleme vermeiden

Interessanterweise ist genau das ein Problem, das mit noch mehr Virtualisierung durchaus lösbar wäre – und zwar in Form von I/O Virtualisierung (IOV), die auf den Netzwerkadapter implementiert ist.

Damit können die Virtuellen Maschinen die physikalischen Netzwerkschnittstellen effizienter nutzen. Eine Reihe von Firmen bietet bereits solche Adapter an, einschließlich Neterion und Solarflare. Eine neue PCI-Norm für Hardware-Zugriffs-Virtualisierung wird gerade entwickelt, um diese Technik weiter zu verbreiten.

Und das könnte sogar das letzte Teilchen sein, das im Virtualisierungs-Puzzle noch fehlt.

(Bild: Bei der PCI-SIG arbeitet ein Arbeitskreis an der Standardisierung zur Virtualisierung von Netzwerk- und anderen Hardware-Adaptern)