Bundesregierung verabschiedet Anti-Killerspiel-Gesetz

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Das Kabinett hat eine neue Regelung gegen gewaltverherrlichende Computerspiele verabschiedet – Die Formulierung sei angeblich absichtlich schwammig gehalten um das Gesetz flexibel anwenden zu können, behaupten Experten.

“Wir schließen mit der Gesetzesänderung entscheidende Lücken, um den Jugendschutz gezielt zu verbessern”, meint Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Die Gesetzesänderung soll die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) verschärfen und damit den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu gewalttätiger Software verwehren, schreibt die französische Nachrichtenagentur AFP.

Im Detail sagt das neue Gesetz: “Computerspiele, die besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, können mit Abgabe-, Vertriebs- und Werbeverboten belegt werden”. Zudem sollen die Siegel der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) nun größer werden. “Heute sind die Kennzeichen, die Altersgrenzen und somit Abgabeverbote deutlich machen sollen, nur mit der Lupe zu lesen, das bringt in der Praxis rein gar nichts”, begründet Von der Leyen, “Die Alterskennzeichen sind wie die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen nicht mehr zu übersehen”. (mr)

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