US-Wahlmaschinen: Fälschung vorprogrammiert

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Die EVEREST-Studie zu den Wahlcomputern, wie sie auch in Ohio zur Präsidentschaftswahl eingesetzt wurden, kommt zu vernichtenden Ergebnissen.

Nach der Aufregung um die Wahlmaschinen-Prüfung im US-Bundesstaat Kalifornien kommt nun die Evaluation & Validation of Election-Related Equipment, Standards & Testing (EVEREST) Studie zu ähnlich bestürzenden Schlüssen in Ohio. So seien Wahlmanipulationen mit Haushaltsmitteln möglich, Sicherheitsmassnahmen, etwa gegen Viren oder Malware nicht-existent, die Wartung mangelhaft, so dass Fehlfunktionen tatsächlich an der Tagesordnung waren, das allgemeine Sicherheitsniveau der Wahlgeräte aller drei Hersteller ES&S, Hart Intercivic und Premier Election Systems (a.k.a. Diebold) läge weit unter dem, das in der Computerindustrie üblich sei. Die mit diesen Geräten durchgeführten Wahlen werden aber nicht wiederholt, auch nicht angesichts des Erdrutschsieges von George W- Bush bei den vergangenen Wahlen zum US-Präsidenten. Auch werden die Geräte aus finanziellen Gründen bis zu den nächsten Wahlen nicht völlig erstetzt. [fe]

Ars Technica