Standortbestimmung per WLAN

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Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen hat eine Technik zur Standortbesimmung per WLAN entwickelt. Diese soll nun ab Januar nächsten Jahres in der Praxis erprobt werden.

In deutschen Innenstädten sind mittlerweile zahlreiche Wireless LANs zu finden – genug, um sie für die Bestimmung des Standorts und ortsbezogene Dienste zu nutzen, meint das Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen (IIS). In Nürnberg will man die WLAN-Lokalisierung ab dem 11. Januar auf einer Fläche von etwa 25 Quadratkilometern testen. Dort finden sich durchschnittlich etwa 2000 Funknetzwerke pro Quadratkilometer, was dem IIS zufolge für eine Standortbestimmung mit einer Genauigkeit von 10 Metern im Außenbereich und von 3 Metern in Gebäuden reicht.

In der ersten Phase sollen Referenzpunkte erfasst werden, bevor die Erprobung der Lokalisierung und der Test von Location Based Services beginnt. Neue WLAN-Sender können dann später automatisch mit einbezogen werden.

Der Nutzer benötigt lediglich einen PDA oder ein Smartphone, auf dem eine Franhofer-Software anhand der Signalstärke der Referenz-WLANs den Standort bestimmt. Er soll frei entscheiden können, ob er die Informationen nur für die eigene Orientierung nutzen will oder auch für zusätzliche Services. Diese stellen Partner des Fraunhofer IIS bereit. Untersucht werden dann Genauigkeit, Verfügbarkeit und Akzeptanz durch die Benutzer.

Die Ergebnisse sollen dem Institut zufolge als Basis für eine international angestrebte Standardisierung der Schnittstellen für ortsabhängige Dienste dienen. (dd)

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