In Ulm voIPt man jetzt per WiMAX

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Das Stuttgarter Telekommunikations-Unternehmen NeckarCom hat sein WiMAX-Netz, das DSL-Anschlüssen Konkurrenz per Funk macht, um Internet-Telefonie erweitert.

Drahtlose schnelle Datenübertragung verspricht WiMAX, und der lokale Anbieter NeckarCom baute mit Motorola ein entsprechendes Netz in der Region Ulm auf. Heute päsentierten die beiden Partner eine neue Funktion: Nicht nur das Surfen, sondern auch das Telefonieren ist jetzt im Gesamtpaket erhältlich. Der neue VoIP-Service könnte der Deutschen Telekom Kopfzerbrechen bereiten: Per Funk wird “die letzte Meile” überbrückt, Telefonieren ist jetzt also theoretisch ohne “Umschaltung” der Leitungen des ehemaligen Staatsbetriebes nöglich.

Im Oktober habe man die Einführungsphase von WiMAX in der Ulmer Umgebung abgeschlossen, nun sei es an der Zeit, das Netz nicht nur für die Internet-Breitbandversorgung zu nutzen, erklärte NekarCom-Chef Jürgen Herrmann.

Ohne zusätzliche Kosten zum Internet-Anschluss ließe sich die Telefonfunktion dazubuchen, Gespräche würden im Minuten-Takt abgerechnet. Die Preisangaben sind allerdings noch wenig verständlich: einerseits gibt es Minutenpreise, andererseits spricht man von Flatrates.

Die Betreiber Motorola und NeckarCom betonten, sie wollten ihre Kooperation fortsetzen und weitere Kommunikationsdienste “nativ in die Infrastruktur implementieren”. Damit ist das Internet-Telefonieren per WiMAX wohl bald nicht mehr nur in Schnürpflingen und anderen Ulmer Satelliten möglich. (mk)

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