Ericsson-Mobilfunkmasten: Energiesparen durch Software-Update reicht nicht

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Ein Experte erklärte gegenüber einer Internet-Redaktionen, die Energiespartechnik von Ericsson, wie sie bei Vodafone eingeführt wurde, reiche nicht.

Erst vergangene Woche hatte Ericsson bei Vodafone Deutschland mit großer PR-Aktion seine Stromspartechnik eingeführt. Die Ericsson-Mobilfunk-Basisstationen (BTS) können je nach Verlauf der Netzauslastung den spezifischen Energieverbrauch zwischen 10 und 20 Prozent senken. Josef Lutz, Professor für Leistungselektronik und elektromagnetische Verträglichkeit an TU Chemnitz, erklärte nun, das reiche nicht aus, weil lediglich ein Software-Upgrade durchgeführt würde: “Es wäre mehr als nötig, das ganze System auf den Prüfstand zu stellen”.

Lutz hatte bereits im Mai 2007 nachgewiesen, dass Mobilfunknetze in Deutschland extreme Energiefresser sind. Der Klimaschutz-Fortschritt bei der Energieerzeugung durch Solarenergie werde durch den zunehmenden Ausbau der Mobilfunknetze Netze komplett aufgezehrt, ergab damals seine Studie. Der Energieverbrauch eines Mobilfunkmasten sei Lutz zufolge auf Basis von – durch O2 bereitgestellten Beispieldaten – und Informationen lokaler Stromlieferanten auch in der Nacht kaum geringer als in den Hauptlastzeiten.

Ob da wieder jemand mit Öko wirbt, ohne es zu liefern? (mk)

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