Die Wii wird knapp – Nintendo bietet Gutscheine für 2008

Allgemein

Nintendo hat den vorweihnachtlichen Bedarf für die Spielekonsole drastisch unterschätzt. Und verpasst über eine Milliarde $ an Umsätzen.

„Sie könnten locker das Doppelte dessen umsetzen, was sie verkaufen“, erklärt James Lin, Analyst der MDB Capital Group in Santa Monica. Seiner Schätzung nach lässt sich Nintendo 1,3 Milliarden $ an möglichen Umsätzen entgehen.

Bei Ebay hat sich der durchschnittliche Preis einer Wii bei 320 $ eingependelt – 20 Prozent über dem Ladenpreis.

„Wir glauben nicht, dass wir Fehler gemacht haben“, meint George Harrison, als Vizepräsident für das Marketing bei Nintendo of America zuständig. Es sei doch schließlich ein gutes Problem, das sie hätten. Allerdings sorge man sich darum, nicht alle Kunden zufriedenstellen zu können, und dass sie zum System eines Wettbewerbers abdriften könnten.

Darüber wiederum kommt große Freude auf bei Sony-Chef Howard Stringer, der sich bei einer Pressekonferenz in Tokyo nicht zurückhalten konnte: „Ich bin glücklich, dass der Wii die Hardware auszugehen scheint.“ Tatsächlich hatte sich Sonys Playstation 3 im November im Japan zum ersten Mal besser verkauft als die Wii.

In den USA, in denen Nintendos „Probleme“ am größten sind, versucht die Firma die Abwanderung zur Konkurrenz mit einer Gutscheinaktion zu verhindern. Wer jetzt den vollen Preis bezahlt, soll ganz bestimmt bei der nächsten Nachlieferung im Januar drankommen.

(bk)

Dallas Morning News

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