17. Dezember: VirtualBox
Virtuelle Systeme ohne VMware

CloudVirtualisierung

Seit Anfang des Jahres gibt es die Virtualisierungssoftware VirtualBox in einer Open-Source-Variante. Die ist leistungsfähig und einfach zu bedienen – und damit eine echte Alternative zu VMware.

17. Dezember: VirtualBox

Innotek ist mit seiner Virtualisierungslösung VirtualBox schon länger auf dem Markt, doch so richtig ins Rampenlicht rückte die Software erst, als man der kommerziellen Version zu Jahresanfang einen Open-Source-Variante unter der GPL zur Seite stellte. Denn während das kommerzielle VirtualBox lediglich von Privatnutzern kostenlos eingesetzt werden durfte, kamen nun auch Firmen in den Genuss der Virtualisierung zum Nulltarif.

Die VirtualBox Open Source Edition ist kaum weniger leistungsfähig als die Bezahl-Variante. Lediglich auf die USB-Unterstützung muss man verzichten und mit einigen Einschränkungen beim iSCSI-Support und beim Protokoll RDP leben. Allerdings will Innotek diese Features schrittweise in die quelloffene Programmversion einfließen lassen, angefangen mit der USB-Unterstützung.

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VirtualBox läuft unter Windows und den verschiedensten Linux-Derivaten und unterstützt Windows inklusive Vista, Linux und verschiedene BSD-Versionen sowie Netware und Solaris und sogar DOS als Gastbetriebssystem. Auch für Mac OS X gibt es VirtualBox, allerdings hat die Mac-Version derzeit noch Betastatus.

Die Bedienung von VirtualBox ist erfreulich einfach, in kürzester Zeit ist ein virtuelles System angelegt, dessen virtuelle Festplatte auf Wunsch dynamisch mitwächst – das spart Speicherplatz, da nicht gleich mehrere Gigabyte belegt werden wie bei virtuellen Laufwerken fester Größe. Die Gästeerweiterungen sollten in jedem Fall installiert werden, erlauben sie doch höhere Grafikauflösungen in der VM sowie die Ordnerfreigabe und Ordner-Synchronisation zwischen VM und Host. Zudem kann die Maus die VM nun einfach verlassen, ohne dass die Host-Taste gedrückt werden muss, was die Arbeit mit virtuellen Systemen erheblich bequemer gestaltet.

Sehr praktisch ist auch der mit Version 1.5 eingeführte Nahtlos Mode. Er erlaubt es, ein virtuelles System auf ein einziges Fenster zu reduzieren. So kann eine Anwendung in der VM auf dem Host genutzt werden, als wäre sie dort installiert – ganz ohne den zugehörigen Desktop und das VirtualBox-Programmfenster.

Das rechte Browserfenster läuft in einer virtuellen Maschine mit Windows XP im Nahtlos Mode. Lediglich das andere Design und die über der Vista-Taskleiste eingeblendet XP-Taskleiste deuten darauf hin.