Telefonica bedrängt die Telekom

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Der spanische Telekommunikationskonzern hat seine Prioritäten verschoben: Deutschland wird zum wichtigen Zielmarkt auserkoren. Man möchte hier die Nummer 2 im Markt sein.

Die Telefonica S.A. will nicht nur ständig die Deutsche Telekom AG bei der Bundesnetzagentur für deren Verzögerungstaktik beim Ummelden anschwärzen, auch durch Marktwachstum wollen die Spanier den Ex-Monopolisten in Bedrängnis bringen. Der frisch gebackene Deutschland-Statthalter Johannes Pruchnowg gab gestern Abend den neuen Kurs bekannt.

Damit Telefonica in Zukunft besser wachsen kann, fordert Pruchnow eine Änderung der bisherigen Regelung bei der letzten Meile. Er will in Zukunft auch im größeren Umfang Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) von der Deutschen Telekom abwerben können. Schließlich sei sein Ziel, mit Telefonica der zweitgrößte deutsche Netzbetreiber zu werden.

In den nächsten 12 bis 18 Monaten wolle man die Reichweite des eigenen Netzes auf 70 Prozent der Haushalte erhöhen. Aktuell liege Telefonica mit seinen Töchtern noch knapp hinter dem Mitbewerber Arcor. Für das infrastrukturelle Überholmanöver stelle das spanische Mutterhaus 3,5 Milliarden Euro zur Verfügung. (rm)

Bild: Telefonica

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