Handy-Rechnung über 85.000 $

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Der Mann hatte sich auf eine Flatrate fürs Websurfen verlassen. Und bekam eine fette Rechnung für Downloads.

Es geht um kanadische Dollars, die der 22-jährige Piotr Staniaszek hinlegen sollte. Er hatte sein Motorola Krzr als Modem für seinen PC benutzt und größere Dateien wie etwa Filme in hoher Auflösung heruntergeladen. Er ging davon aus, auch das wäre mit den monatlichen 10 $ fürs mobile Websurfen abgegolten. Das übliche Kleingedruckte in der grauen 4-Punkt-Schrift hatte er vermutlich gar nicht erst gelesen.

Allein im Monat Dezember liefen dadurch beim Mobilfunkanbieter Bell 65.000 $ an Gebühren an. Als Staniaszek von diesem Betrag erfuhr, waren aber für Downloads im Dezember bereits weitere 20.000 $ an Gebühren dazugekommen. Was den Mann mit einer durchschnittlichen Handy-Rechnung von 150 $ dann doch sehr verwunderte:

„Die Sache ist doch die, sie haben mein Telefon gesperrt, weil ich mal 100 $ drüber war. Dann stehe ich mit 85.000 $ drüber da und keiner macht sich die Mühe, mich anzurufen und mir etwas darüber zu sagen.“

Die Mobilfunkfirma hat offenbar eingesehen, die 85.000 $ ohnehin nicht kassieren zu können. Als „Zeichen des Entgegenkommens“ hat sie den Betrag daher reduziert. Aber gut 5.000 $ wollen sie dem Arbeiter auf einem Erdölfeld dennoch abnehmen.

Wenn einer schon mal so ahnungslos in eine aufgestellte Kostenfalle läuft …

(bk)

CBC